Seeräuberballade
- Bertolt Brecht
Key: Am Am ·
Orig: Am ·
Capo:
·
Time: 4/4 ·
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chord-pro
www.khmerchords.com/chords/194045
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Intro
Am Dm
Verse 1
Am Dm
Von Branntwein toll und Finsternissen
E Am
Von unerhörten Güssen naß
Am Dm
Vom Frost eisweißer Nacht zerrissen
E Am
Im Mastkorb, von Gesichtern blaß
C Dm
Von Sonne nackt gebrannt und krank
G C
Die hatten sie im Winter lieb
Am Dm
Aus Hunger, Fieber und Gestank
C G
Sang alles, was noch übrigblieb
Chorus
C G C
0h Himmel, strahlender Azur
Dm
Enormer Wind, die Segel bläht
G C
Laßt Wind und Himmel fahren nur
Am Dm G C
Laßt uns um Sankt Marie die See
Verse 2
Am Dm
Kein Weizenfeld mit milden Winden
E Am
Selbst keine Schenke mit Musik
Am Dm
Kein Tanz mit Weibern und Absinthen
E Am
Kein Kartenspiel hielt sie zurück
C Dm
Sie hatten vor dem Knall das Zanken
G C
Vor Mitternacht die Weiber satt
Am Dm
Sie lieben nur verfaulte Planken
C G
Ihr Schiff, das keine Heimat hat
Chorus
C G C
0h Himmel, strahlender Azur
Dm
Enormer Wind Die Segel Bläht
G C
Lass Wind Und Himmel Fahren Nur
Am Dm G C
Lass Uns Um Sankt Marie Die See
Verse 3
Am Dm
Mit seinen Ratten, seinen Löchern
E Am
Mit seiner Pest, mit Haut und Haar
Am Dm
Sie fluchten wüst darauf beim Bechern
E Am
Und liebten es, so wie es war
C Dm
Sie knoten sich mit ihren Haaren
G C
Im Sturm in seinem Mastwerk fest
Am Dm
Sie würden nur zum Himmel fahren
C G
Wenn man dort Schiffe fahren läßt
Chorus
C G C
0h Himmel, strahlender Azur
Dm
Enormer Wind, die Segel bläht
G C
Laßt Wind und Himmel fahren nur
Am Dm G C
Laßt uns um Sankt Marie die See
Verse 4
Am Dm
Sie morden kalt und ohne Hassen
E Am
Was ihnen in die Zähne springt
Am Dm
Sie würgen Gurgeln so gelassen
E Am
Wie man ein Tau ins Mastwerk schlingt
C Dm
Sie trinken Sprit bei Leichenwachen
G C
Nachts torkeln trunken sie in See
Am Dm
Und die, die übrig bleiben, lachen
C G
Und winken mit der Kleinen Zeh
Verse 5
**************************
Chorus
C G C
0h Himmel, strahlender Azur
Dm
Enormer Wind, die Segel bläht
G C
Laßt Wind und Himmel fahren nur
Am Dm G C
Laßt uns um Sankt Marie die See
Verse 6
Am Dm
Doch eines Abends im Aprile
E Am
Der keine Sterne für sie hat
Am Dm
Hat sie das Meer in aller Stille
E Am
Auf einmal plötzlich selber satt
C Dm
Sie merken noch, wie voll Erbarmen
G C
Der Wind mit ihnen heute wacht
Am Dm
Dann nimmt das Meer sie in die Arme
C G
Und tötet sie vor Mitternacht
Chorus
C G C
0h Himmel, strahlender Azur
Dm
Enormer Wind, die Segel bläht
G C
Laßt Wind und Himmel fahren nur
Am Dm G C
Laßt uns um Sankt Marie die See
Verse 7
Am Dm
Noch einmal schmeißt die letzte Welle
E Am
Zum Himmel das verfluchte Schiff
Am Dm
Und da, in ihrer letzten Helle
E Am
Erkennen sie das große Riff
C Dm
Und ganz zuletzt in höchsten Masten
G C
War es, weil Sturm so gar laut schrie
Am Dm
Als ob sie, die zur Hölle rasten
C G
Noch einmal sangen, laut wie nie
Chorus
C G C
0h Himmel, strahlender Azur
Dm
Enormer Wind, die Segel bläht
G C
Laßt Wind und Himmel fahren nur
Am Dm G C
Laßt uns um Sankt Marie die See
**********
Die Fünfte Strophe Ist Ganz Und Gar
eckelhaft und sollte Nicht Gesungen Werden.
"Sie tragen ihren Bauch zum Fressen
Auf fremde Schiffe wie nach Haus
Und strecken selig im Vergessen
Ihn auf die fremden Frauen aus
Sie leben schön wie noble Tiere
Im weichen Wind, im trunknen Blau
Und oft besteigen sieben Stiere
Eine geraubte fremde Frau"
Text Von Bert Brecht











